Das Themenlexikon von A-Z

Christoph Simon Lexikon von A-ZDas Themenlexikon von A-Z. Von Ambivalenzcoaching-Zeitmanagement

 

A wie Ambivalenzcoaching

Ambivalenzen sind in Beratung, Therapie und Coaching wahrscheinlich mit am weitesten verbreitet. Im NLP  gibt es ein Konzept der sogenannten Teile-Arbeit. Das bedeutet, das jeder Mensch auf einer tieferen psychischen Ebene aus verschiedenen Teilen oder psychischen Anteilen besteht. In anderen psychologischen Konzepten existieren für diese oftmals widerstrebenden Kräfte im Menschen ganz unterschiedliche Termini. Im DISG-Modell gibt es z.b. vier Typen plus den Mischtypen. Diese lauten dann: der Dominante, der Initiative, der Stetige, der Gewissenhafte. Im Psychodrama werden diese inneren Anteile mit Rollen versehen und agieren dies auf einer provisorischen Bühne aus.

In der Arbeit von Johannes Galli und seiner "Kellerkinder-Aufstellungsarbeit" werden diese inneren Anteile mit so einprägsamen Namen versehen, wie: Fetzer, Lästermaul, Geizhals, Binnix, Tranfunzel, Großkotz und Flittchen. In der Kreativarbeit von Roger von Oech gibt es die vier Positionen des Forschers, des Künstlers, des Richters & des Kriegers. Jeder hat unterschiedliche Aufgaben, welche hier zur Förderung kreativer Prozesse genutzt werden. In der Transaktionsanalyse (TA) wird unterschieden zwischen Kind-Ich, Erwachsenen-Ich und Eltern-Ich. Jeder Anteil kommuniziert auf ganz unterschiedliche Art und Weise.

Gleichfalls entstehen jedoch in dieser als fragmentiert dargestellten menschlichen Psyche zwangsläufig Konflikte. Es heißt ja nicht umsonst, daß äußere Konflikte immer nur innere Konflikte abbilden. Nach dem Gesetz der Resonanz kann ich nur anziehen, was ich auch in mir trage und in diesem Fall eben nicht gelöst habe. Wenn jemand dies nicht all zu problemorientiert behandelt ist das sehr brauchbar für die eigene Entwicklungsarbeit. Diese Sichtweise halte ich für ziemlich nützlich, zumal ja jeder seine Erlebnisse und Erfahrungen selbständig konstruiert.

Ambivalenzcoaching ist in dem hier beschriebenen Konzept ein Coaching der widerstrebenden Persönlichkeitsanteile eines Menschen. Ein Beispiel könnte sein: Teil A, nennen wir ihn beruflicher Erfolg und Teil B, nennen wir ihn Behaglichkeit stehen zueinander in Konkurrenz. Die unterschiedelichen Bedürfnisse der Anteile stehen natürlich in Konkurrenz zueinander. Diese werden im Ambivalenzcoaching zunächst entdeckt und erörtert, bevor eine Verhandlung mit einem größeren gemeinsamen Zähler der beiden Anteile stattfinden kann.

In der modernen Trennungsberatung wird heutzutage unterteilt in Ambivalenzberatung und Familienmediation. Bis es zu einer endgültigen Trennung kommt wird die Zeit bis dahin als Ambivalenzphase bezeichnet. Die Partner wissen eben einfach noch nicht genau: "Sollen wir uns trennen oder eben doch zusammenbleiben? Es gibt gute Gründe das Eine, wie auch das Andere zu tun."

Jeder Konflikt ist im Prinzip auf einer solchen Basis angelegt. Die Kunst des Beraters, Therapeuten, Coach liegt nun darin balancierend, vermittelnd, fragend, intervenierend mit den diversen Anteilen des Fragestellenden zu einem möglichst optimalen Ergebnis zu kommen. Und genau dafür braucht es eine möglichst "neutrale Haltung". Denn jede Parteinahme wird von dem jeweils anderen Teil als eine mögliche Bedrohung angesehen und führt häufig zu weiteren Konflikten in der Bearbeitung der Thematik.

Tipp des Tages

Das Universum hat keine Lieblingsschüler.

Ihr Erfolg und Ihr Glück hängen von Naturgesetzen und kosmischen Prinzipien ab - und von der Art, wie Sie diese anwenden. ( Andrew Matthews)

Dankbarkeit ist eines der mächtigsten Instrumente zur Erlangung von Wohlstand, innerem und äußerem Reichtum, Liebe und Selbstliebe. Schreiben Sie 30 Tage lang auf, für was Sie jeden Tag dankbar sind!

 

Oder sich ein Einzelcoaching gönnen!

B- wie Börsenlogik

B- wie Börsenlogik

Die Börsen dieser Welt sind die Handelsplätze des großen Kapitals. Des sogenannten Smart Moneys. Die Börsen (es gibt ja viele) sind die besten Geldbewusstseinsschulen auf diesem Planeten.

In der Zeitschrift der Aktionär vom 29.02.2008 stand im Editiorial, dass es im vergangenen Jahr insgesamt 571.000 weniger Aktiönäre in Deutschland gab, als im Jahr zuvor. Insgesamt zählt Deutschland derzeit 3,8 Millionen Aktionäre. Für eine große Volkswirtschaft eine Lachnummer. Das jedoch nur am Rande.

Börse ist ein großer Handels- und Umschlagsplatz für Wertpapiere aller Couleur. Das können Aktien und deren Ableger sein. Dazu zählen Derivate aller Art auf Aktien, Indizes und Rohstoffe. Dann werden an den Handelsplätzen auch Futures und Kontrakte anderer Art gehandelt.

Es fließt eine Menge Geld. Wahrscheinlich unfassbar viel Geld. Ich stelle mir manchmal vor, ich stehe in diesem imaginierten Geldstrom drin. Dann fühle ich mich wie elektrisiert.

Die Börsenlogik ist eine ganz besondere. Sie ist mit der Alltagslogik nicht zu vergleichen.

Darum macht sie vielen Menschen Angst. Wir sind es gewohnt uns auf Bilanzen, Geschäftsberichte, Gewinn- und Verlustrechnungen zu stützen. Das wäre die ziemlich normale Alltagslogik. Die ist auch soweit in Ordnung.

Überhaupt ist es günstig eine Überzeugung an der Börse zu haben, die sich auf Grund der derzeitigen politischen, fiskalischen und wirtschaftlichen Lage stützt. Wenn diese Überzeugung schlüssig ist und die Diagnose in sich stimmig, werden die Aktienkurse sich früher oder später auch in diese Richtung bewegen.

Es gibt an der Börse Erscheinungen etwa folgender Art:

  • die Kurse der Aktien sind aufgrund schlechter wirtschaftlicher Entwicklung lange gefallen. Auf einmal gibt es Krieg. Sofort springen die Aktienkurse an. Warum? Es ist die Phantasie, dass die Wirtschaft sich durch diesen Krieg wirtschaftlich belebt. Es ist verrückt, jedoch so ist die Börse.
  • Alle haben 2007 damit gerechnet die Börsen steigen weiter auf neue Höchststände. Die sogenannte Subprime-Krise hatte jeder gehört. Doch nichts geschah. Dann geht es bei den Banken los mit katastrophalen Nachrichten. Jetzt erst lässt die Börse die heisse Luft raus. Eins kommt zum anderen und die Anleger steigen aus.
  • Dies geht so lange, bis keiner mehr glaubt, dass es besser wird. Oftmals werden die Medien in ihrer Berichterstattung als Kontraindikator genommen. Desto negativer die Berichte, desto eher muss man Aktien kaufen. Wen man an der Börse finanziell reich werden will.

Letzten Endes gewinnt der gesunde Menschenverstand. Es ist vielleicht wie mit der Fähigkeit eines guten Arztes. Wenn er diagnostiziert tut er dies auf Grund von viel Erfahrung, ein wenig Intuition und ein bisschen Glück.

A. Kostolany sprach in diesem Zusammenhang immer von den 4 G´s:

  • Geld (man darf investiertes Geld nicht dringend benötigen)
  • Gedanken (wer sich keine macht, wer keine Ideen hat und sind sie noch so schräg hat an der Börse schon verloren, weil er sich zu sehr auf andere verlässt)
  • Glück (ein Quäntchen gehört einfach dazu. Wie im Leben.)
  • Geduld (Ausdauer ist sehr wichtig. Denn was zunächst scheinbar oder auch offensichtlich in die verkehrte Richtung läuft - zahlt sich á la longue aus.)

C - wieCoach

C wie Coach

Der Coach ist ja normalerweise aus dem Sport bekannt. Dort ist es zumeist ein Trainer, der irgendeine Profimannschaft coacht und zu guten Leistungen hin trainiert.

In den vergangenen 10-15 Jahren hat sich der Begriff des Coaching auch im Business bis hin in die Sozialarbeit ausgedehnt. In der Regel nehmen sich die handelnden Akteure einen Coach, wenn Sie in einer bestimmten Führungsposition sind oder zumindest in Personalverantwortung stehen oder in einer bedeutenden Funktion für das Unternehmen sind.

Dabei hat sich das Verständnis des Coachs sehr gewandelt. Heute ist der Begriff sehr vielseitig besetzt.

Angefangen als Ideengeber, Counterpart oder Trainer zur Entwicklung von Kompetenzen oder der Aneignung von bestimmten erwünschten Verhaltensweisen im klassischen Sinn bis hin zum systemischen Coach, der seine Aufgabe nicht im Verändern sieht, sondern durch seine Fragen und Interventionen eher dem Kunden ermöglichen will sein Denken zu hinterfragen und zu reflektieren. Dadurch entstehen neue Fragen, im besten fall neue Sichtweisen und daraus kann - muss aber nicht, neues verhalten entstehen.

Der Coach könnte sogar dazu beitragen das bestehende zu bestätigen und das ist auch dann sehr in Ordnung.

Einen Coach kann man sich quasi für alles mögliche holen, mieten, buchen, ode wie immer man es nennen mag.

Da gibt es dann die Internet-Coaches, die Zeitmanagement-Coaches, die Powerreading-Coaches, die Change-Coaches, die Schul-Coaches, die Paar-Coaches, die SEO-Coaches die Finanz-Coaches uvm.

Ein Coach ist wohl heute einfach jemand, der gar nicht unbedingt eine besondere gesprächstechnik gelernt haben muss, sondern einfach auf seinem Spezialgebiet sehr wissend ist.

Dies ist nicht mein Verständnis eines Coachs, wie wahrscheinlich unschwer zu erkennen ist, wenn Sie auf diesen webseiten ein wenig rumgesurft sind.

Die Zukunft wird sehr interessant, wie der schillernde Begriff des Coachs noch weiter ausdifferenziert wird.

 

D- wie der Dominoeffekt

D-wie Dominoffekt oder Eins kommt zum anderen

Stellen sie sich bitte mal eine lange Reihe ganz dicht hintereinander aufgestellter Dominosteine vor.

Bei den Legostein-Demonstrationen ist es genauso. Wenn Sie den ersten Stein zum Fallen bringen, fallen auch alle anderen der Reihe nach um. Wenn Sie dies nun auf einige ihrer Ideen übertragen, oder auf einige ihrer liebsten Gewohnheiten, und sofort ins Handeln kommen, werden andere Handlungen ganz automatisch folgen.

Wenn Sie dies auf Ihr Geschäft, ihr Leben, ihre Finanzen, ihre Spiritualität übertragen, bedeutet dies auch, dass nichts umsonst ist. Überall wo sie für eine längere Zeit Energie hinein geben, wird sich über kurz oder lang eine Veränderung auf tun. Dies geschieht oft nicht über Nacht. Deshalb ist es gut zu vertrauen. Denn wenn es stimmt, dass alles Energie ist, dann muß ab einem gewissen Punkt Transformation geschehen.

Man könnte den Dominoeffekt auch als Gesetz der Anziehung definieren. Gleiches zieht Gleiches an. Ich gebe Energie in etwas hinein - es findet Entsprechung - es vermehrt sich und verändert sich.

Das ist das ganze Geheimnsi des Lebens.

Tipp: Vielleicht mögen Sie jetzt schriftlich ein paar Handlungen niederschreiben, die der Umsetzung harren...