Zur Person Richard Bandler:
- geboren wurde er 1950, er gehörte zu der Generation der "Blumenkindern"
- er wurde von R. Spitzer, einem Psychiater in Palo Alto, gefördert und mit o.g. Therapeuten bekannt gemacht.
- an der Uni in Santa Cruz interessierte er sich zunächst für Philosophie, Mathematik und Computerwissenschaften, später für Verhaltenswissenschaften;
- er bekam von R. Spitzer den Auftrag, therapeutische Gestalttherapiesitzungen von F. Perls auszuwählen und zu transskribieren, um den eigentlichen Prozeß der Therapie besser zu veranschaulichen; dadurch konnte er sein erstes praxisorientiertes Seminar über Gestalttherapie anbieten. Er wollte die therapeutische Wirkung der Gestaltarbeit im Rahmen der Gruppe erforschen.
- wenig später sollte er, auch von Spitzer beauftragt, die familiendynamischen Sitzungen von V. Satir auch aufnehmen und anschließend wieder transskribieren. Er wollte herausfinden, was die großen Veränderungen in der Gruppe bewirkte, welche therapeutischen Prozesse stattfanden. Dazu suchte er weitere "Mitstreiter" wie F. Perls und M. Erickson
Zur Person John Grinder:
- er ist 1939 geboren
- er arbeitete u.a. als Undercoveragent für die CIA;
- er war Assistenzprofessor für Linguistik unter Gregory Bateson einem der UR-Väter der systemischen Arbeit;
- als er Bandler kennengelernt hatte, wurde er zunächst Bandlers Supervisor; Bandler führte Gestalttherapie durch, die auch Grinder erlernen sollte; er hingegen sollte Bandler bewußt machen, was genau er tat; daraus entstand das "Modellieren", d.h. spezifische Fertigkeiten eines Menschen werden für andere erlernbar und nutzbar gemacht;
Grinder brachte also sein linguistisches Wissen und seine Kenntnisse über den Prozeß der Modellbildung für die neue Methode ein, Bandler dagegen seine Erfahrungen in Gestalttherapie, Familientherapie, Rolfing und Reichianischer Körperarbeit.
1974 wurde ein Projekt begonnen: das META-MODELL, das der Ausgangspunkt fürs NLP wurde.
Der verbale Austausch zwischen Therapeut und Klient stellt ein zentrales Charakteristikum jeder therapeutischen Veränderungsarbeit dar. Diese Struktur sprachlicher Fertigkeiten konnten Bandler und Grinder von Perls und satir im Bereich erfolgreicher therapeutischer Kommunikation modellieren und explizit beschreiben. Ende 1974 lernten die beiden noch M. Erickson kennen, um noch die Struktur hypnotischer Kommunikation in ihr Modell miteinfließen zu lassen. Damit verdichtete sich das Meta-Modell zum NLP klassischer Prägung, d.h.:
Die Entwicklung von allgemeinen Modellen über Kommunikation, subjektivem Erleben und Veränderung.
Diese Modelle sollten auf alle kommunikativen Prozesse angewendet werden können.
Motto: "Wann immer das, was du tust, nicht funktioniert, dann tu etwas anderes!"
Anwendungsgebiete des NLP
Immer mehr Menschen streben heutzutage danach, Selbsterfüllung zu finden und geben dabei dieser Suche unterschiedliche Namen: Persönlichkeitsentwicklung (im weitesten Sinne), Yoga, Tai Chi, autogenes Training, Psychotherapie, Selbstsicherheitstraining, Stressbewältigung, Beziehung-und Paartraining, Rhetorik, Gruppenarbeit, Rebirthing, Meditation, Transaktionsanalyse,... und NLP. Im NLP geht es um die Veränderung der inneren Realität, denn nur, wenn man diese verändert, kann man die äußere Wirklichkeit ändern. Teilnehmerinnen von NLP-Seminaren berichten häufig, dass "sie eine neue Dimension in ihrer Erfahrung gefunden haben, eine neue Lebensperspektive, mehr Wahlmöglichkeiten, kreative Ideen und neue Fähigkeiten, die sie anwenden können. Erhöhte Bewusstheit und Flexibilität beleben sowohl das persönliche als auch das berufliche Leben auf neue Art und Weise. Nicht zuletzt macht MLP Spaß"
die Begründer des NLP,John Grinder und Richard Bandler, waren nach den ersten spektakulären Erfolgen bei der Anwendung des NLP in der Therapie der Meinung, dass die Methoden universal einsetzbar sein. Als kybernetisches System ist NLP nicht inhaltsgebunden, es befasst sich mit der Steuerung von Prozessen." Eines der systematischen Dinge die Erickson, Satir u.a.tun, ist es, ist es, unbewusst mitzubekommen, wie die Person denkt,mit der Sie sprechen und diese Informationen auf unzählige Arten zu nutzen." (Bandler, Grinder 1981,) Es sind ganz bestimmte Kommunikationsmuster und Vorgehensweisen, die den Schlüssel erfolgreichen Lernens darstellen. Aus den elizitierten Strategien auten Bandler und Grinder ein System auf, dass sich inzwischen sowohl als Therapieform wie auch als allgemeines Lernsystem bewährt hat. Bandler, Grinder et al. sind der Auffassung,daß man mit NLP alles lernen kann: Prüfungsängste überwinden, das Rauchen aufgeben, sich selbst motivieren, Erfolg im Beruf haben, ...
Erste Ausbildungsgänge im Bereich des NLP waren auf pädagogische und psychologische Praktiker zugeschnitten, weitere Verbreitung hat das NLP in der Weiterbildung von Trainern, Verkäufern und Führungskräften in der freien Wirtschaft gefunden. Da NLP für alle Handlungssituationen geeignet ist, in denen es um guten Kontakt (Rapport) geht, kann ihm nahezu einer Allround-Geltung zugesprochen werden, indem sowohl pädagogische als auch therapeutische sowie berufliche wie auch private Handlungssituationen erfasst und individuell bearbeitet werden können. NLP arbeitet methodisch ganzheitlich; dies zeigt sich darin, dass mit allen Persönlichkeitssignalen, nämlich Körpersprache, Sprach-und Blickmuster gleichzeitig gearbeitet wird.